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Von der Profession zur Konfession

Faszination eines magischen Erkenntnisweges am Beispiel des Familienstellens nach Hellinger

 

Von Gregor Müller

 

Warum bin ich so wie ich bin? Fast jeder stellt sich in seinem Leben einmal diese Frage und gerade in Krisenzeiten wird sie besonders drängend. Warum fühle ich mich so allein, so ungeliebt, so verlassen?

Wer auf diese Fragen alleine keine Antworten findet, sucht einen Ratgeber, der seiner persönlichen Sichtweise, seiner Vorstellung vom Leben und seiner Weltanschauung am nächsten kommt.

Wer glaubt, das Schicksal liegt in der Hand, hört auf die Antwort von Handlesern und Wahrsagern. Wer christlich orientiert ist, sucht möglicherweise zunächst einen Priester und wer weder an das eine noch das andere glaubt, vertraut sich eher einem Psychotherapeuten an.

Schön, wenn es da einen selbst ernannten Experten gibt, der alle Funktionen in sich vereint, oder etwa nicht?

Er wird von seinen Anhängern dargestellt als Psychotherapeut und Priester, Wahrsager und Schamane. Er ist eine der schillernsten Gestalten, die der reichhaltige Lebenshilfemarkt zu bieten hat und zugleich auch die umstrittenste. Er gibt Sicherheit für alle, die ihre Unsicherheit nicht mehr aushalten. Sein Name ist Programm: Bert Hellinger.

 

Der Sekten-Info Essen e.V. gibt seit Jahren Rat und Hilfe bei Fragestellungen und Problemen, die sich im Zusammenhang mit dem Besuch von Seminaren, Einzelsitzungen oder anderen Veranstaltungen ergeben, in denen eine Klärung bzw. Lösung psychischer Probleme erhofft wird. Neben der Suche nach "anerkannten" Therapieformen wie der Verhaltenstherapie oder der Gesprächspsychotherapie, machen sich dabei immer mehr Menschen - auch aufgrund von Enttäuschungen mit diesen Verfahren - auf die Suche nach anderen Wegen aus ihren Krisen und Sackgassen (s. auch JB 1999).

Dabei wird immer deutlicher, dass viele Angebote der sog. Psychoszene eine Konfessionalisierung psychologischer Theorien darstellen. Weg von den trockenen, für den Laien kaum verständlichen, wissenschaftlichen Wirksamkeitskriterien, hin zu religiösen Wertesystemen, welche den Erfolg der Behandlung psychischer Probleme eher nach ideologischen Maßstäben als nach der individuellen Befindlichkeit des Klienten beurteilen. Der Mangel an Beachtung existentiell - sinnsuchender Fragestellungen als psychotherapeutisches Problem in Ausbildung und Praxis zeigt heute seine Spuren in dem wachsenden Boom sog "alternativer" Therapien, die nicht selten bedenkliche okkult - magische Grundlagen haben und deren Vertreter einen meist zweifelhaften Gurustatus besitzen.

 

Das „Familienstellen nach Hellinger“

 

Bert Hellinger hat in den letzten Jahren immer mehr Einzug auch in etablierte, der wissenschaftlichen Psychologie verpflichteten, Kreise gehalten (GwG-Akademie GmbH, rothacker Verlag, Carl-Auer-Systeme Verlag, Dachverband für Familientherapie und systemisches Arbeiten). Zudem gibt es immer mehr Anbieter auf dem esoterischen Markt, die neben den bekannten esoterischen Heilverfahren wie Aura Soma oder Geomantie Familienstellen nach Hellinger anbieten. Auch hat sich vor einigen Jahren eine "Arbeitsgemeinschaft Systemische Lösungen nach Bert Hellinger e.V." gebildet, die auf selbst ausgerichteten Kongressen und auch im Internet www.hellinger.com die Thesen und Wertvorstellungen Hellingers verbreitet und eine Liste von sog. Aufstellern verwaltet. Interessanterweise ist der Vorsitzende dieser Arbeitsgemeinschaft, Dr. med. Gunthard Weber, einer der Heidelberger Pioniere der systemischen Psychotherapie, der sich aus diesem Denken gelöst hat und heutzutage andere Überzeugungen vertritt und auch publiziert (s. Praxis des Familienstellens, 1998, Carl-Auer-Systeme Verlag). Gerade in dem "Lager" der systemischen Familientherapie, welches noch nie ein homogene Richtung vertrat (Kriez, 1991) herrscht eine massive Abgrenzung gegen das Denken Hellingers (s. Psychologie heute, Juni 1995, Juli 1998). Dort wird ihm "Etikettenschwindel" vorgeworfen und seine Deutungen mit "jener Hexe verglichen, die in einem sternenbestickten Gewand mit einem Raben auf der Schulter auf dem Jahrmarkt ihre seherischen Dienste anbietet" (Psychologie heute, Juli 1998, S. 65).

 

Doch wer ist nun dieser Bert Hellinger überhaupt, wie kommt es zu diesem Boom, was sind das für Menschen, die aus einem ehemaligen Missionar einen neuen „Psychostar“ machen und was haben seine Annahmen und Werturteile für Folgen für den Klienten?

 

Das Phänomen Bert Hellinger

 

Eine ausführliche Darstellung der Person Hellingers und seines Familienstellens würde mit Sicherheit den Rahmen eines solchen Artikels sprengen. Dennoch möchte ich die wesentlichen Punkte skizzieren, da sie zum Verständnis des Phänomens beitragen.

Zur Person Hellinger ist in der Literatur erstaunlich wenig bekannt. 1925 geboren, war er lange Jahre katholischer Ordenspriester und Missionar in Südafrika. Anfang der 70er Jahre verließ er aus unbekannten Gründen den Orden und wandte sich der Psychoanalyse und der Psychotherapie zu. Dabei hat er weder Psychologie studiert noch eine anerkannte psychotherapeutische Ausbildung abgeschlossen. Trotzdem wird er häufig fälschlicherweise als Psychologe und Psychotherapeut bezeichnet. Hellinger selbst bezeichnet sein Familienstellen nicht als Psychotherapie sondern als "phänomenologischen Erkenntnisweg". Dennoch wird sein nach ihm benanntes Familienstellen von seinen Anhängern häufig als systemische Psychotherapie benannt, was sie aber nicht ist. Einer der wesentlichsten Unterschiede liegt gerade darin, dass eine systemische Sichtweise davon ausgeht, dass jeder seine eigene Wirklichkeit „konstruiert“. Demnach gibt es in der systemischen Therapie keine allgemeingültige Wahrheit. Das, was wir als Wahrheit empfinden, hängt von unserer ganz individuellen Sichtweise ab und ist ein Produkt unserer Lebenserfahrungen, nicht ein unumkehrbares Naturgesetz, welches für jeden gleichsam und unverrückbar gelten muß (zu diesem Punkt s. Psychologie heute, 1995/98).

 

Solche und andere inhaltlichen Fehldarstellungen und Verzerrungen finden sich in den verschiedensten, von Hellingers Anhängern, gleichzeitig auf der o.a. Liste der Aufsteller stehenden "Therapeuten", verfassten Publikationen. Auffallend ist dabei häufig eine Attestierung der Unfehlbarkeit der Person Hellingers, eine fast führerähnliche Huldigung und ein völliges Ausbleiben jeglicher kritischer Stellungnahmen seitens seiner Anhänger (z.B.: "Alle, auch die schlimmsten Verbrecher, sogar Hitler, sind von einer höheren Macht berufen; wir alle, so wie sie auch, stehen ´im Dienst´ eines undurchschaubaren Schicksals.", "...so wird es leichter, ihm einige guruhafte Züge und apodiktische Eigenheiten zu verzeihen und das Prophetenhafte als seine Maske des Genies zu nehmen. Denn für eine therapeutische Hochbegabung halte ich ihn,...", SZ, 08.01.1999, T. Moser) Man bekommt den Eindruck, Hellinger verfüge über magische Eingebungen, die ihm und seinen Klienten Erkenntnisse gewähren, die sonst kein anderer haben kann ("Zum Beispiel hörte ein Amerikaner, der gerade deutsch lernte, während einer Aufstellung, in der er einen Vater vertrat, dauernd auf deutsch den Satz: "Sagen Sie Albert.". Später fragte er den Klienten, ob ihm der Name Albert etwas sage. "Aber ja", war die Antwort, "so heißen mein Vater und mein Großvater, und Albert ist mein zweiter Vorname." (Das Familien-Stellen. Eine Einführung von Bert Hellinger, www.hellinger.com)

Das Familienstellen

 

Das Familienstellen ist weder neu noch eine Erfindung Hellingers. Es ist ein Verfahren, das in der systemischen Familientherapie eine lange Tradition hat. Neu ist nur die Interpretation der Aufstellung, das was Hellinger angeblich binnen weniger Minuten zu erkennen glaubt und was als absolute Wahrheit präsentiert wird.

Ein Teilnehmer stellt seine Gegenwarts- oder Herkunftsfamilie so auf, wie sie sich seiner Intuition nach zueinander verhalten. Dazu bedient er sich - wie im gruppentherapeutischen Setting üblich - der Hilfe anderer, familienfremder Gruppenteilnehmer, die stellvertretend die Position von Familienmitgliedern einnehmen. Dabei werden auch bereits lange verstorbene, abgetriebene, totgeborene und zur Adoption freigegebene Familienmitglieder aufgestellt, da sie nach Hellingers Aussagen generationenübergreifende familiäre Störungen erzeugen und erst durch ihre lebenden Stellvertreter ihre Gefühle zurück bekommen, was die Behebung der aktuellen psychischen Probleme des Teilnehmers zur Folge haben soll. "Sie (die Toten, d.A.) können dann zurücktreten und eine heilende Wirkung auf die Familie ausüben, genau so, wie die Sonne aus der Ferne scheint." (Fragen und Antworten, www.hellinger.com). So werden nach Hellinger z.B. schwere psychosomatische Erkrankungen durch Vorfahren verursacht, "die während der französischen Revolution (!!!, d. Autor) unter schlimmen Umständen umgekommen und nicht betrauert wurden. Als dieser Vorfahren innig gedacht und sie somit gewürdigt wurden, verschwanden die Krankheitssymptome der Nachfahren auf Dauer." (Fragen und Antworten, www.hellinger.com) - eine Erklärung, die selbst mit dem Begriff "gewagte Spekulation" wohl nicht ausreichend etikettiert werden kann.

Die vom Teilnehmer nun aufgestellten "Familienmitglieder" fühlen - und das ist die persönliche Annahme Hellingers und dem systemischen Denken diametral entgegenstehend - wie die ursprünglichen Personen. Hellinger geht von der Magie eines Kraftfeldes aus, dessen affektive Ströme bei den Teilnehmern psychosomatische Reaktionen hervorrufen und sie somit die physische, psychische und seelische Gestalt des Vaters, der Mutter, des Bruders oder irgendeines anderen Familienmitgliedes des Aufstellenden annehmen lässt - eine ganzheitliche Metamorphose auf der therapeutischen Schaubühne quasi.

An diesem Kraftfeld, der "Familienseele", liest Hellinger nun ab, "wie durch Verschieben der Beziehungslinien die verborgene, unterdrückte, schiefgegangene Liebe doch noch zu ihrem Ziel gelangen könnte, besonders auch dann, wenn einzelne Personen totgeschwiegen, totgeschlagen oder früh ausgeschieden sind." (SZ vom 08.01.1999, T. Moser).

 

Alle Macht der Ordnung. Die Weltanschauung Hellingers

 

Will man das System Hellingers verstehen, muß man seine konservativ-katholische Weltanschauung als Grundlage seines therapeutischen Handelns betrachten. Empirische Fakten und wissenschaftliche Ergebnisse spielen im Erkenntnisprozess des Familienstellens nach Hellinger keine Rolle, werden z.T. sogar als schädlich und unnütz dargestellt ("Das nimmt nur Kraft weg."). Hellinger setzt ganz auf seine Intuition. Daher gibt es auch weder eine Ausbildungen noch eine differenzierte Krankheitslehre noch objektiv überprüfbare Wirksamkeitsstudien. Das Familienstellen nach Hellinger ist ein quasi-religiöses System, bestehend aus Werturteilen, Schwarz-Weiß-Kategorisierungen und Normen, die der Klient annehmen muß - ansonsten bricht Hellinger die Aufstellung ab. Hellinger irrt sich nie. Wenn jemand zweifelt oder sich Widerstand regt, macht er daraus ein Problem des Klienten ("Manchmal ist es aber auch notwendig, eine Aufstellung vorher abzubrechen. So gibt es Klienten, die die Zusammenarbeit mit dem Therapeuten verweigern und die Lösung nicht anerkennen wollen." Fragen und Antworten, www.hellinger.com).

 

Vor allem aber geht es inhaltlich um eins: die Macht der Ordnungen. Ordnungen der Liebe, Ordnungen der Geschwister, Ordnungen der Geschlechter, etc., etc.. Hellinger geht von einer Urordnung aus, die er bestimmt und einem extrem konservativem, ja schon bald überwunden geglaubtem, anachronistischem Weltbild gleicht. Sein Ansatz lässt sich auf 2 Komponenten reduzieren:

 

In der Regel wird die "Ordnung" dadurch wiederhergestellt, dass Kinder sich vor den Elternstellvertretern verbeugen und diesen damit die Ehre erweisen ("Und wenn einer den Kopf leicht nach vorne neigt, fließt Energie. Er kommt viel mehr in Kontakt mit der Erde. Und wenn jetzt das einer vor seinen Eltern macht und macht das noch tiefer, dann bringt er die ursprüngliche Ordnung zur Geltung, nämlich dass die Eltern groß sind, und er ist klein.", Interview mit Hellinger anlässlich einer Veranstaltung des Erickson-Institutes Berlin 1995, www.erickson-institut-berlin.de/frames/community/whc/texte/i-hellinger.htm). Dies geschieht mit antiquiert und religiös anmutenden Sätzen, die Hellinger ritualgleich vorspricht, wie "Ich gebe Dir die Ehre" oder "Bitte segne mich". Abgesehen vom Fehlen jeglicher theoretischer Grundlage muß man sich die Frage stellen, wie diese Sätze in einem solchen Rahmen, wie ihn Hellinger anbietet, auf jemanden wirken, der in seinem Elternhaus schwerste Traumatisierungen erfahren hat!

Hellingers Weltbild ist eine Simplifizierung erzkonservativer Wertesysteme, die sich v.a. in der Sichtweise von Partnerschaft und Familie äußern ("Wenn der Mann der Frau folgt, hat das immer schlimme Auswirkungen", "Ich habe beobachtet, dass es der Frau und den Kindern besser geht, wenn sie dem Mann folgt, in seine Familie, in seine Sprache, in seine Kultur ..., dann ist der Ausgleich geschaffen.", "...Übrigens: Kinder, die ungeplant auf die Welt kommen, sind glücklicher als Wunschkinder.", "Wenn eine Frau arbeitet...verliert die Frau.", etc.; „Ein Sioux sagt nie danke“, couch-gespräch: Gabriela Herpel und Ingolf Gillman im Gespräch mit Bert Hellinger, SZ-Magazin, 21.11.1997). Sie sind Ausdruck einer Ordnungstheologie - oft ein Schritt zurück in vergangene Zeiten. So haucht er ausgedienten Pathologisierungen neues Leben ein ("Ich habe den homosexuellen Sohn vor dem Vater niederknien und sagen lassen: ´Ich gebe dir die Ehre´, und zwei Monate später hat er geheiratet und hat jetzt ein Kind.").

 

Darüber könnte man diskutieren, wenn er dieses als seine persönliche Überzeugung darstellen würde. Aber er macht - und das ist das eigentlich bedenkliche - aus seiner persönlichen Überzeugung ein quasitherapeutisches System, dem man unbeirrbar folgen muss, wenn man nicht untergehen will.

 

Das Faszinosum Hellinger

 

Interessanterweise sind viele Klienten und Anhänger Hellingers zum größten Teil selbst Therapeuten und andere psychosoziale Helfer. Sie kommen sowohl aus anerkannten, traditionellen therapeutischen Richtungen als auch aus der esoterischen Sparte. Es scheint, als vereine Hellinger wie kein anderer "Therapeut" die verschiedensten Denkrichtungen der Psychotherapie und der Lebenshilfe.

 

Worin liegt nun der Reiz des Bert Hellingers und seines Familienstellens? Welche Bedürfnisse der heutigen Zeit scheint er zu befriedigen?

 

Wir leben in einer Zeit, in der die großen Erzählungen und Wahrheiten ihre Strahlkraft verloren haben. Jeder muß damit leben, dass ihm Theorien keine vorgefertigten Wahrheiten mehr liefern. Wo aber die Autorität der Theorien schwindet, kann die Autorität von Personen erneut Sicherheit für das eigene Handeln liefern. Hellingers teilweise einfaches und wertendes Weltbild, in der es eine klare Trennung zwischen gut und böse, richtig und falsch gibt, bietet ein vorläufiges Ende der mühevollen Suche eines jeden einzelnen nach Sicherheiten, Gewissheiten, Wahrheiten und eines Eingebundenseins in höhere Ordnungen. Seine Faszination ist die Unbeirrbarkeit. Gänzlich frei von Zweifeln, urteilssicher und unbeeindruckt von Kritik, ja auch so autoritär ("Autorität heißt für mich, zu etwas fähig sein, was andere brauchen.") - das hat im therapeutischen Bereich bisher noch niemand gewagt.

Es gibt ihn offenbar, den insbesondere von linkeren politischen Verbänden und Fraueninitiativen gerne tabuisierten konservativen Rückstrom - nicht nur im psychotherapeutischen Setting. Aber gerade dort gibt er Antworten, endlich einer der eindeutig ist, der sagt "Ich weiß, dass es so ist". Endlich ist nicht mehr alles möglich, alles offen und am Ende der Therapie alles machbar. Es sieht so aus, wie die Buchautorin Ursula Nuber schrieb, "als seien die Kämpfer für Freiheit, Autonomie und Unabhängigkeit, für Selbstverwirklichung und Selbstbehauptung auf ihrem langen Weg müde geworden und ruhten sich nun erschöpft an der Schulter eines "Über-Vaters" aus." (Psychologie Heute, Juni 1995)

Es sind die einfachen Antworten in einer komplexen Welt. Setzt die so oft geschmähte wissenschaftliche Psychotherapie auf die Eigenverantwortung des Klienten, seine Entscheidungen und den Respekt vor dem Klienten, weiß Hellinger die richtigen Lösungen. Seine Statements sind entlastend oder strafend, gutheißend oder verdammend - immer aber suspendieren sie die Eigenverantwortung des erwachsenen Menschen. Er weiß sich im alleinigen Besitz der Wahrheit und wer sich in seiner Lebenshilfe oder auch Psychotherapie auf ihn beruft, glaubt sich dazu ermächtigt, selbst Menschen zu verurteilen oder zu begnadigen.

 

Bert Hellinger bzw. noch mehr seine vielen Anhänger haben ihn aufgelöst, den Wertepluralismus. Verwirrenden Rollenkonfusionen setzen sie angeblich sinnstiftende Ordnungen gegenüber.

 

Und Hellinger selbst. Er ist geblieben, was er immer war - ein Missionar. Und genau das macht ihn so attraktiv.

 

 

Literatur:

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